Mittwoch, 28. Mai 2014

[Rezension] Feenblut

Titel: Feenblut
Originaltitel: Feenblut
Autor: Michelle Natscha Weber

Genre: Fantasy

Verlag: Selfpublishing

ASIN: BOOK8TFT9A
Seitenanzahl: 480

Preis € (D) 2,99

Ebook






"Du begriffsstutziger Esel! Wie kannst du noch immer glauben, dass ich es in Erwägung ziehe, dich jemals wieder gehen zu lassen?"


Vorwort:

Mit "Feenblut" hat Michelle Natascha Weber eine bezaubernde Geschichte rund um die Halbfey Viola und das Nachtblut Benneit geschaffen.
Eine Geschichte, die unter die Haut geht und einem eine Gänsehaut verursacht.



Inhaltsangabe:

Jede Nacht erklingt die Stimme in ihren Träumen und raubt Viola den Schlaf. Es ist der Ruf einer Fremden, einer ihr auf seltsame Weise vertrauten Frau, die eines Tages in ihrem Spiegel erscheint.
Sie fleht Viola um Hilfe an und löst eine Kette von unheimlichen aus, die niemand außer ihr wahrzunehmen vermag.


Die junge Adelige beginnt, an sich zu zweifeln. Ist es das Feenblut in ihren Adern, das sie allmählich den Verstand verlieren lässt?
Oder existiert die Fremde wirklich? Bei der Suche nach der Identität der Frau stoplert sie über ein dunkles Familiengeheimnis, das sie in große Gefahr bringt.


Zur gleichen Zeit taucht der undurchschaubare Adelige Benneit MacDonegal am Hof von Stormhaven auf. Ein Mann, der Viola eine unerklärliche Abneigung entgegenbringt und alles tut, um sie auf Abstand zu halten. Dennoch kreuzen sich ihre Wege immer wieder und schon bald spürt Viola, dass sie sich zu dem geheimnisvollen Mann hingezogen fühlt. Doch Benneit stößt sie von sich, denn er trägt einen düsteren Fluch in den Adern, von dem Viola nichts ahnt. 
In seiner Berührung lauert ein Verderben, das sie nur allzu leicht vernichten kann.

Dann öffnet sich ein Tor, das in die Welt der Feen führt, und reißt sie mit sich.
Viola muss erkennen, dass viel mehr hinter dem Hilferuf der Fremden steckt, als sie jemals vermutet hätte. Und Benneit ist der Einzige, der Viola helfen kann, dem drohenden Unheil zu entkommen
(Klapptext) 






Cover:

Das bläuliche Cover hat mich sofort angesprochen. Zu sehen ist eine wunderschöne Fey mit silbernem, langen Haar - sie stellt die Protagonistin Viola dar. Um sie herum sind verschieden Ornamente aus Schnörkeln.
Ich finde, dass Eisblaue Cover passt gut zu Viola, da sie am Hof auch Eisprinzessin genannt wird, weil sie keine Gefühle zu lassen möchte.

Das Cover passt meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte und ist zudem hübsch aus.




Charaktere:

"Ich habe es getan, weil ich dich liebe.Verstehst du das denn nicht? Ich habe die richtige Wahl getroffen. Es gab keine andere Möglichkeit, die für mich infrage gekommen wäre, weil ich dieses lange Leben ohne dich nicht will."


Viola ist eine tolle Protagonistin. Zwar wirkt sie Anfangs sehr kühl und abweisend, doch nach und nach erfährt man über die Hintergründe ein wenig mehr und versteht sie auch. Sie ist eine sympathische junge Frau, die einem sofort ans Herz wachst und mit der man Pferde stehlen kann.
Da sie zum einen Teil Fey und zum anderen Teil Mensch ist, ist sie ein Halbblut. Sie hat das Gefühl nirgendwo wirklich dazu zu gehören und die Adeligen auf Stormhaven machen es ihr da nicht leichter. Ihr Ruf ist zerstört und sie wird als Betthäschen des Königs gehalten. Obwohl sie eher seine Spionin ist.
Sie scheint, als wäre sie allein und außer ihrer engen Freundin Rebbecca würde sie niemand mögen. Dabei scheint es, als hätte der König ein Auge auf sie geworfen. Schließlich taucht Benneit MacDonegal auf und verwirrt Viola voll und ganz. Hier kann man sagen, dass der Schein oftmals trübt. Benneit versucht Viola auf Abstand zu halten.
Doch dann folgt er ihr nach Asmoria, wo alles anders wird.
Viola lernt ihr Herz nicht länger zu verschließen und lässt nach und nach ihre Mauer aus Eis brechen. 

Ich mag sie sehr und finde sie ist ein toller Charakter und ich würde gerne mehr über sie erfahren.

Benneit MacDonegal scheint im ersten Augenblick ein abweisender, arroganter Mann zu sein. Doch hinter der harten Fassade steckt ein weicher Kern, jedoch mit einem dunklen Geheimnis.
Benneit ist ein Traum von einem Mann und ich finde ihn einfach nur klasse. Mit jeder Seite wurde er sympathischer und lockerer.

Ich finde es toll, wie man verfolgen kann, wie Viola ihn aus den Reserven lockt und ihm sozusagen sein Herz stiehlt.
Er riskiert mehrmals sein Leben für sie und das macht ihn für mich zu einem Helden. Seine Versuche sie auf Abstand zu halten scheitern und so kommen sich die Beiden näher und näher.
Doch Benneit hat Angst vor seinen Gefühlen, denn er möchte Viola nicht verletzten. Er möchte, dass sie glücklich ist und fürchtet, dass sie es mit ihm niemals sein kann. doch Viola gibt so schnell nicht auf.
Ob die Beiden glücklich werden können?


"Du hast noch immer nicht gelernt, wann es an der Zeit ist, den Mund zu halten, mo Leannan."

Neben Viola und Benneit gibt es eine Reihe weiterer Charaktere, die einem direkt ans Herz wachsen.
Sei es Violas Schwester Maeve, die Fey Eyra oder König Rhydan und seine Schwester Alyanna. Einer nach dem Anderen schleichen sie sich ein und wollen einen nicht mehr loslassen. Macht möchte schlafen und macht sich eigentlich Gedanken um die Charaktere aus Feenblut, wie es mit ihnen weiter geht und was als nächstes passieren wird.


Maeve wirkt zu Beginn hinterlistig. Am liebsten würde sie ihrer Schwester eins Reinwürgen, für das Leben, dass sie nicht hatte. Doch mit der Zeit erkennt Maeve, wer ihr Unrecht tut und wer wirklich für sie da sein möchte.
Wird sie ihrer Schwester helfen Asmoria und den Fängen von Morwena zu entkommen? Oder steht sie weiterhin im Schatten der Königin?


König Rhydan muss ich einfach erwähnen. 
Zwar spielt er in diesem Band keine all zu große Rolle, doch ich finde er ist ein wichtiger Nebencharakter. Blind vor Liebe und Sehnsucht scheint er alles zu glauben, was Morwena ihm vorspielt.
Er ist ein zerbrechlicher Mann, der sich nur nach seiner Liebe sehnt und glücklich sein möchte. Er tut mir so leid, denn er ist ein wirklich freundlicher und lieber Kerl, der sehr verletzt wurde. Ich hoffe sehr, dass er noch glücklich wird.


Doch auch die Bösewichte kommen in Feenblut nicht zu kurz.
Feykönigin Morwena und ihr Handlanger Gwydeon haben es Faustdick hinter den Ohren und gruseln.

Die Beiden hecken einen ziemlich gemeinen Plan aus und spielen damit mit den Gefühlen mehrerer Fey.
Ob die Beiden ihre Gerechte Strafe erlangen - müsst ihr selbst lesen :)




Meine Meinung:

Feenblut hat mich vollkommen überzeugt.
Der Schreibstil der Autorin ist so flüssig, dass sich Seite für Seite wie von selbst lesen lassen.


Die Handlung bleibt durchgehend spannend, wobei Handlungswechslungen eine kleine Rolle spielen. Die Idee ist neu und hat mich fasziniert.
Die Charaktere sind so sympathisch, dass sie einem ans Herz wachsen und nicht mehr los lassen. Sie besitzen besondere Tiefe und Beziehungen zueinander, sodass es zu den ein oder anderen Überraschungen kommt, mit denen man nicht gerechnet hätte.

Feenblut hat mich so in seine Magie gezogen, dass ich noch immer in der Geschichte schwelge und an der Seite von Viola und Benneit Asmoria und Stormhaven durchstreife.

Alle Dinge, die ein gutes Buch besitzen sollte, sind in Michelle N. Weber's Roman vorhanden und perfekt eingebaut worden.
Magische Wesen, wie die Fey, die Nachtblute und Drachen sind einfach toll.
Zudem passen die Orte und schmiegen sich gut an die Geschichte an.

Ich liebe Benneit und Viola, wie auch die anderen Charaktere. Sie alle wirken sympathisch und haben auf ihre Weise etwas einzigartiges, dass sie geheimnisvoll macht.
Auch die Bösewichte Morwena und Gwydeon finde ich gut. Ich hatte zwischen durch selbst Angst vor der Feykönigin und dem Einäugigen, wodurch ich mit Viola mitfühlte.

In Viola konnte ich mich stets hineinversetzten. Ich konnte ihre Mauer, die sie so eiskalt wirken ließ, gut verstehen und fand es um so schöner, als sie die Mauer nach und nach fallen ließ.

Der Einstieg in das Buch war rasant und spannend. Man wurde sofort in die Handlung hineingeworfen und war mitten drin. Ich konnte mich leicht in die Geschichte einfinden und mochte die Charaktere und Orte wie Stormhhaven und Asmoria auf Anhieb.

In der Mitte blieb es durchgehend spannend. Die Autorin hat ein Händchen dafür, einen überrascht schauen zu lassen. Öfter wurde man von etwas überrascht, mit dem man nicht gerechnet hatte - doch es hat immer gepasst und hat mich nur noch neugieriger gemacht.

Das Ende ist verdammt gut geworden und hat mich nicht nur einmal den Atem anhalten lassen. Es war so spannend, dass ich meine ganzen Emotionen hinein laufen ließ. Tränchen kullerten erst vor Trauer und wurden dann blitzartig zu Freudentränen und wieder anders herum.
Feenblut hat meine Gefühle total verrückt spielen lassen, was ich super fand!

Man hat nicht einfach ohne Emotionen das Buch gelesen, sondern konnte sich mit seinen Gefühlen voll und ganz darauf einlassen.

Mit einem traurigen Gefühl beendete ich das Buch, da es vorerst der Einzige band bleiben wird - doch Folgebände sind laut Autorin nicht ausgeschlossen, was mich wieder strahlen ließ.

Zwar blieben am Ende einige Fragen offen, jedoch hat die Autorin diese sehr liebevoll und ausführlich beantwortet :)

Ich liebe dieses Buch <3



"Du wirst mich niemals verlieren. Meine Liebe wird dir immer bleiben. Lass mich gehen, mo Leannan."



Fazit:

"Feenblut" ist eine wundervolle Geschichte über Feen. Man schließt die Charaktere ins Herz und ist mitten drin, statt nur dabei!
Ein MUST HAVE für alle Fantasie-Fans :)

Punkte:




Ich danke der Autorin Michelle Natascha Weber von ganzem Herzen, dass ich ihren Roman "Feenblut" lesen durfte! Die Leserunde bei lovelybooks.de hat total Spaß gemacht, vor allem, weil du jeder Zeit bereit warst offene Fragen zu beantworten :) 
Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg als Autorin liebe Michelle! <3
Dankeschööön :)




Eure Nenya

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